Am Samstag, den 8. März 2025 fand die diesjährige Frühjahrsdienstversammlung der Stadt- und Kreisjugendwarte und -wartinnen Oberbayerns im Feuerwehrgerätehaus der FF Eching (Lk FS) statt.
Nach einer ganz kurzen Begrüßung übergab der Bezirks-Jugendfeuerwehrwart Benno Dierkes die Leitung der Versammlung an seine Stellvertreterin Sabrina Palik.
In seinem Grußwort präsentierte der Landrat des Landkreises Freising, Helmut Petz, kurz die Besonderheiten seines Landkreises. Die Nähe zum Flughafen München und zur Landeshauptstadt München sowie die zahlreichen Verkehrswege bringen dem Landkreis und damit auch seinen Feuerwehren natürlich viele Herausforderungen. Zwei Drittel der Feuerwehren haben für die die Nachwuchsgewinnung eigene Jugendfeuerwehren, darüber hinaus gibt es auch einige Kinderfeuerwehren.
Der örtlich zuständige Kreisbrandmeister Florian Lugauer stellte den Landkreis aus Sicht der Feuerwehren dar: Die 4100 aktiven Einsatzkräfte aus dem Landkreis Freising rücken pro Jahr zu etwa 5000 Einsätzen aus. Der Landkreis Freising leistet sich ein eigenes, sehr modernes und gut besuchtes Ausbildungszentrum in der Gemeinde Zolling.
Auch der Kommandant der FF Eching Stefan Maidl begrüßte kurz die anwesenden Führungskräfte aus den Landkreisen Oberbayerns.
Der Fachbereichsleiter Wettbewerbe Michael Matschi berichtete u.a. von den diesjährigen Wettbewerben. Um das Team der Landeswertungsrichter und Abnahmeberechtigten wieder aufzufüllen, werden aktuell neue Mitglieder gesucht. In der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr können ab sofort auch Staffeln teilnehmen, so dass auch Feuerwehren mit weniger Teilnehmern mitmachen können. Überarbeitet und aktualisiert wurde die bayerische Jugendleistungsprüfung; wie in der Fläche oft verlangt soll die Aufgabe mit der Kübelspritze ersetzt werden. Nach ausgiebigen Erprobungen soll der Entwurf des Landesfeuerwehrverbands dem Innenministerium übergeben werden, das die Änderungen genehmigen muss. Geplant ist die Einführung der neuen Regeln für 2026. Zusätzlich informierte er über die CTIF-Jugendbewerbe, die 2025 in Freyung-Grafenau und auf Deutschland-Ebene in Andernach stattfinden werden.
Maximilian Ernest vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft präsentierte die BauCamps für junge Feuerwehr- und THW-Mitglieder. Neu ist, dass bei Gruppen ab 5 Teilnehmern auch ein Jugendbetreuer teilnehmen darf. Das Angebot beschränkt sich nicht nur auf Baggerfahren und Steine verlegen, sondern auch auf feuerwehrtypische Einsatzszenarien.
Unser Bezirks-Jugendfeuerwehrwart Benno Dierkes dankte in seinem Bericht zunächst allen Anwesenden für ihre im vergangenen Jahr geleistete Arbeit. Ein großes Projekt war zum Jahreswechsel das DJF-Tool für die Jugendstatistik und die damit verbundenen Probleme. Zum Ende Dezember 2024 gab es genau 13655 Mitglieder in den Kinder- und Jugendfeuerwehren. Die JF Oberbayern hat offiziell beantragt, dass der Wissenstest sechsstufig durchgeführt werden soll, dies wird aktuell vom Bayerischen Innenministerium geprüft. Modernisierungswürdig ist auch der Schutzanzug der JF Bayern. Gemäß der Landesleitung Bayern soll eine Überarbeitung folgen, dazu wird es bald Informationen geben.
Der Kassenbericht von Markus Lippacher zeigte ein positives Ergebnis, das auch durch die Kassenprüfung bestätigt wurde. Die Vorstandschaft wurde von der Versammlung in Folge einstimmig entlastet.
Der Fachbereichsleiter EDV, Michael Fuchs, berichtete u.a. vom Statistikportal der Deutschen Jugendfeuerwehr und leider einer sehr schleppenden Implementierung von Feature-Anfragen oder auch Bugfixes.
Christian Ebert vom Fachbereich Bildung präsentierte das Deutsche Feuerwehr Fitness-Abzeichen, bei dem man ähnlich wie beim Deutschen Sportabzeichen mit einzelnen Teil-Übungen seine körperliche Fitness nachweisen kann. Die Übungen sind augenscheinlich sehr altersadäquat, gerade von jungen Jugendlichen wird nicht zu viel verlangt.
Bernhard Schäffer, der Fachbereichsleiter Jugendpolitik, berichtete kurz vom Stand der Juleica, der Jugendleiterkarte. Natürlich ist die Durchdringung mit der Juleica stark abhängig von im Landkreis durchgeführten Jugendwartausbildungen oder von Fördermaßnahmen der örtlichen Kreisjugendringe.
Die neue Fachbereichsleiterin der Kinderfeuerwehren, Lisa Maugg, berichtete kurz vom Kinderfeuerwehrforum in Taufkirchen an der Vils. Sie sucht aktuell für die Leitung des Fachbereichs eine oder mehrere Stellvertreter bzw. Stellvertreterinnen. Das nächste Kinderfeuerwehrforum soll Anfang 2026 im Landkreis Traunstein stattfinden. Dort sollen bis zu diesem Zeitpunkt vier Kinderfeuerwehr existieren.
Manfred Mutig vom Fachbereich Feuerwehrschulen berichtete von 27 Jugendwart-Lehrgängen an den Staatlichen Feuerwehrschulen im vergangenen Jahr. Er und weitere Ehrenamtliche unterstützen die SFS bei Jugendwartkursen als Referenten aus der Praxis.
Unser Schriftführer Jürgen Schreier referierte über die Arbeitsgruppe Jugendwissenstest, der er seit etwa einem Jahr angehört. Auch wenn der Start dieser Arbeitsgruppe sehr holprig war, hofft er doch auf eine künftig regere Beteiligung der anderen sechs Bezirke und erste konkrete Ergebnisse im Jahr 2026.
Der Vorsitzende des Bezirksfeuerwehrverbands Oberbayern, Dr. Rüdiger Sobotta, dankte zunächst der Führung der Bezirks-Jugendfeuerwehr für die hervorragende Zusammenarbeit und berichtete dann aus dem BFV. Dort wird die Arbeit der Kinder- und der Jugendfeuerwehren sehr geschätzt.
Sabine Rohm von Fachbereich Brandschutzerziehung und -aufklärung berichtete von einem Jubiläum: Die Brandschutzerziehung in ihrer heutigen Form gibt es nun seit 25 Jahren.
Der wichtigste Punkt des Tages waren aber zweifellos die Wahlen für die Funktionsämter: Kassier bleibt unverändert Markus Lippacher und Schriftführer bleibt Jürgen Schreier. Kassenprüfer sind ab sofort Werner Hoffmann und Max Pfab. Alle vier wurden einstimmig in diesen Ämtern bestätigt bzw. neu gewählt. Die Jugendfeuerwehr Oberbayern dankt ihnen ganz herzlich für diese zusätzliche Arbeit, die sie gerne wieder übernehmen.
Der 1. Vorsitzende des Bezirksfeuerwehrverbands Oberbayern, Dr. Rüdiger Sobotta, leitete die Neuwahlen. Vorher berichtete er über aktuelle Entwicklungen im BFV und auf Bayern-Ebene.
Die aktuelle Führung der JF Oberbayern: Der stellvertretende Bezirksjugendwart Martin Kowalski, der Bezirksjugendwart Benno Dierkes und die stellvertretende Bezirksjugendwartin Sabrina Palik.

Sabrina Palik übernahm die Leitung der diesjährigen Frühjahrsdienstversammlung.

Jürgen Schreier berichtete von der Arbeitsgruppe rund um den Jugendwissenstest.

Manfred Muthig vertritt die Jugendfeuerwehr Oberbayern an den Staatlichen Feuerwehrschulen Bayerns im Rahmen der Jugendwart-Ausbildung.

Lisa Maugg ist die neue Leiterin des Fachbereichs Kinderfeuerwehr. Sie sucht zur Zeit noch Verstärkung für die Leitung dieses neuen FBs.

Bernhard Schäffer vertritt die JF Oberbayern beim Landesjugendring.

Michael Fuchs, unser Fachbereichsleiter EDV, musste sehr viel Zeit aufbringen für die Arbeiten rund um das Statistikportal der Deutschen Jugendfeuerwehr.

Stefan Maidl ist Kommandant der FF Eching und damit Hausherr der diesjährigen Frühjahrsdienstversammlung. Ihm und seinen Aktiven danken wir ganz herzlich für die Gastfreundschaft.

Manuel Pöhmerer, einer der stellvertretenden Landes-Jugendfeuerwehrwarte, berichtete von den Neuigkeiten und Planungen auf Bayern-Ebene.

Helmut Petz, der Landrat des Landkreises Freising, ließ es sich nicht nehmen, die Kreisjugendwarte und -wartinnen in seinem Landkreis zu begrüßen.

Der örtlich zuständige KBM Florian Lugauer präsentierte den Landkreis Freising aus Sicht der Feuerwehren.

Der Leiter des Fachbereichs Wettbewerbe, Michael Matschi, berichtete vom Jugendwettbewerb des CTIF, der auf Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene stattfindet.

Für den einen oder anderen Landkreis war sehr interessant, dass die JF Oberbayern nun offiziell beantragt hat, dass der Jugendwissenstest künftig in sechs Stufen stattfinden soll, wie unser Bezirksjugendwart Benno Dierkes berichten konnte.