19 Mannschaften aus Oberbayern haben sich am Samstag, den 13. Juni 2026, am Sportstadion der Gemeinde Vaterstetten (Lk EBE) getroffen zum Bezirksentscheid im Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehr.
Den Jugendlichen und ihren Betreuern war die Anspannung und die Konzentration vor dem Wettbewerb deutlich anzusehen. Nach einem ausgeklügelten Zeitplan konnte jede Gruppe einen Übungsdurchlauf absolvieren, bevor die Schiedsrichter dann ihre Bewertungsblöcke und Stoppuhren zückten: Dann wurde nichts mehr dem Zufall überlassen. Bei (fast) allen Teams sah man perfekt gerollte Schläuche, säuberlichst gestopfte Leinenbeutel und genauestens ausgelegte Ausrüstungsteile.
Der Wettbewerb besteht aus zwei verschiedenen Teilen. Im sogenannten A-Teil mussten die Jugendlichen einen Löschaufbau durchführen, vom Kuppeln einer Saugleitung bis zum Einsatz dreier Strahlrohre am Ende der Übung. Dabei mussten die Teilnehmer verschiedene Hindernisse wie einen kleinen Kletterturm, einen Tunnel oder einen Wassergraben überwinden und abschließend verschiedene Knoten zeigen. Der zweite Teil bestand aus einem Staffellauf, bei dem es neben dem Laufen auch um Feuerwehraufgaben wie Leinenwerfen und Schlauchaufrollen ging.
Sechs Teams fahren zum Landesentscheid
Der Bezirk Oberbayern darf insgesamt sechs Plätze am Bayerischen Landesentscheid belegen. Daher wurde es in den Nachmittagsstunden bei der feierlichen Siegerehrung besonders spannend. Außer dem stellvertretenden Vorsitzenden des Bezirksfeuerwehrverbands Oberbayern, Christof Grundner, fanden sich auch drei örtliche Politiker auf dem Sportplatz ein: Die Bürgemeisterin der Gemeinde Vaterstetten, Maria Wirnitzer, die stellvertretende Landrätin Magdalena Föstl und die Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler. Alle vier dankten in kurzen Grußworten den Jugendlichen für ihren Einsatz für die Allgemeinheit, aber auch den Betreuern und allen Helfern für ihr Tun.
Fachbereichsleiter Michael Matschi, Hauptorganisator des Tages und verantwortlich für Wettbewerbe beim Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern dankte insbesondere den etwa 30 Schiedsrichtern, die für perfekte Wettbewerbsbedingungen gesorgt haben. Außerdem sprach er seinen Dank an die unzähligen Helfer aus ganz Oberbayern und insbesondere von der Feuerwehr Vaterstetten aus.
| Mannschaft | Landkreis | Punkte |
|---|---|---|
| Heldenstein | Mühldorf am Inn | 1411,0 |
| Heldenstein - Lauterbach | Mühldorf am Inn | 1405,0 |
| Au am Inn - Aschau am Inn | Mühldorf am Inn | 1397,0 |
| Oberneukirchen | Mühldorf am Inn | 1397,0 |
| Flintsbach 1 | Rosenheim | 1397,0 |
| Au am Inn | Mühldorf am Inn | 1385,0 |
| Hörlkofen 2 | Erding | 1381,0 |
| Hörlkofen 1 | Erding | 1380,0 |
| Flintsbach 2 | Rosenheim | 1374,0 |
| Zangberg | Mühldorf am Inn | 1371,0 |
| Ebenhausen | Pfaffenhofen a.d. Ilm | 1362,0 |
| Taufkirchen a.d. Vils 1 | Erding | 1341,0 |
| Vohburg | Pfaffenhofen a.d. Ilm | 1332,0 |
| Hohenkammer | Freising | 1330,0 |
| Au i.d. Hallertau | Freising | 1328,0 |
| Hohenkammer - Kranzberg | Freising | 1314,0 |
| Manching | Pfaffenhofen a.d. Ilm | 1292,9 |
| Taufkirchen a.d. Vils 2 | Erding | 1361,0 |
| Hörlkofen 3 | Erding | 1351,0 |
Die beiden letzten Mannschaften wurden aufgefüllt mit Doppelstartern, weswegen sie außer Konkurrenz teilgenommen haben.
Die Jugendfeuerwehr Oberbayern und der Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern e.V. gratulieren allen Teilnehmern und wünschen den ersten sechs Mannschaften viel Erfolg beim Landesentscheid am 4. Juli 2026 in Neumarkt i.d. Oberpfalz.
Unser herzlicher Dank gilt dem Fachbereichsleiter Wettbewerbe, Michael Matschi, für die Organisation des Bezirksentscheids. Er versteht es, die Jugendlichen zu motivieren!
Den Siegern wurde gratuliert von Maria Wirnitzer (Bürgermeisterin Vaterstetten), Magdalena Föstl (stellv. Landrätin), Dr. Angelika Niebler (Europa-Abgeordnete), Mathias Weigl (Kreisjugendwart), Christof Grundner (stellv. Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbands Oberbayern), Martin Kowalski (stellv. Bezirksjugendwart) und Stephan Neu (KBI Ebersberg).
Die ersten sechs Mannschaften erhielten nicht nur einen formidablen Pokal, sondern dürfen Oberbayern auch beim Bayern-Entscheid vertreten.
Beim Bundeswettbewerb gab es diesmal die Wasserentnahmestelle “offenes Gewässer”, so dass alle Mannschaften auch Saugschlauchkuppeln mussten.

Die etwa 30 Schiedsrichter haben ganz genau aufgepasst, dass alle Handgriffe richtig erfolgen. Nach dem Übungsaufbau besprachen sie dann auch mit den Wettbewerbsgruppen, was sie noch besser machen können.

Das letzte Element beim Rundenlauf ist das Werfen eines Leinenbeutels zwischen auf ein relativ kleines Ziel.

Für den Staffellauf dürfen alle Teilnehmer die Feuerwehrstiefel wechseln gegen Sportschuhe.

Knoten und Stiche werden auch bewertet. Einen feste Knoten machen kann jeder, aber der Witz ist, einen zu machen, den ein anderer Feuerwehrangehöriger auch wieder aufbekommt.

Die Ausrüstungsteile müssen mit durch den Kriechtunnel.

Ein Teil des “Hindernislaufs”: Einen Schlauch ordentlich aufrollen. Auf Zeit, versteht sich.

Den Kriechtunnel muss der Schlauchtrupp mehrmals durchqueren.

Die Saugleitung aus vier Saugschläuchen und einem Saugkorb wird zusammengekuppelt, dann mit einer Halteleine gesichert, mit einer Ventilleine versehen und zuletzt an die Tragkraftspritze angekuppelt.

Ein echter Staffellauf: Fällt der Staffelstab runter, kostet das wertvolle Punkte.

Das Sportstadion Vaterstetten bot eine hervorragende Umgebung. Unser Dank gilt auch der Feuerwehr Vaterstetten.



